2020 – Südflorida – 1. Tag

München – Miami Beach

Meine insgesamt zehnte Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika begann absolut entspannt. Die Routine gibt einem fast das Gefühl von einer Reise in die Heimat. Unser Flug sollte um 11:50 Uhr starten und so machten wir uns gegen 8:45 Uhr auf dem Weg zum Flughafen. Nachdem wir uns dort angekommen, noch mit einem Frühstück versorgt hatten, ging es direkt zum Terminal 2. Zuerst gaben wir die Koffer ab und dann ging es durch die Security. Nachdem wir bereits durch die Security waren, viel mir ein, dass ich gar nicht die Abflugtafel fotografiert hatte. Die Routine hatte es mich einfach vergessen lassen. Ich habe dann einfach eine kleinere Tafel fotografiert. Fast hätte ich dann auch noch vergessen unser Flugzeug abzulichten.

Aufgrund einer angeblich fehlenden Crew fand das Boarding erst wenige Minuten vor dem eigentlichen Abflug statt und war dann auch noch absolut chaotisch. Wir liefen kurzerhand dann durch die Business-Class, um unsere Sitzplätze im hinteren Teil des oberen Decks des A380 zu erreichen. Eigentlich hatten wir die Plätze in der letzten Reihe gebucht, aber da sich mein Sitz nicht mehr geradestellen ließ und der Flieger nur halb voll war, durften wir eine Reihe nach vorne rücken und hatten so eine Viererreihe für uns.

Leider summierte sich die Verspätung bis zum Abflug auf über 75 Minuten, da wir wegen technischen Problemen noch ewig am Gate standen und dann zu allem Überfluss auch noch enteist werden mussten. Der Flug selbst verlief dann zum Glück aber reibungslos. Auch auf diesem Flug stellte ich wieder fest, dass ich kein Fan des A380 bin. Zum einen sind die Maschinen der Lufthansa mittlerweile bis zu zehn Jahre alt und zum anderen sind es einfach unfassbar viele Menschen an Board. Bedingt durch sein Alter, ist das Entertainment-Center und der Komfort einfach nicht mehr zeitgemäß. Die USB-Buchse ist unter der Armlehne angebracht und man benötigt für die Audiobuchse, die sich seitlich an der Armlehne befindet, noch einen Adapter. Die Lufthansa hat deutlich bessere Maschinen im Angebot. Leider werden mittlerweile sehr viele USA-Destinationen von München aus mit dem A380 angeflogen. Es bleibt zu hoffen, dass die Flotte bald ein Facelift bekommt.

Mit immer noch 60 Minuten Verspätung landeten wir in Miami. Nicht einmal fünf Minuten dauerte die sensationell schnelle Immigration, bei der wir nicht einmal einen Stempel im Reisepass bekamen, was mich aufgrund meines Jubiläums etwas ärgerte. Nachdem wir 30 Minuten später auch unsere Koffer hatten, fuhren wir zu Hertz um unser Schlachtschiff Volvo CX-9 in Empfang zu nehmen. Ohne weitere Probleme erreichten wir unsere private Unterkunft in Miami Beach, wo wir mit unseren Gastgebern noch bis fast 22 Uhr redeten, ehe ein langer Tag zu Ende ging.

Distanz: 22 Meilen (35 Kilometer)