USA 2019 – Tag 10

Heute stand Natur pur auf dem Programm. Von Bangor nahmen wir die Route 9, bis es nicht mehr weiter nach Osten ging und die Route 9 im Highway 1 endet. Über Calais ging es weiter nach Süden zur St. Croix Island International Historic Site. Ein sehr nettes Gespräch mit einer Rangerin später, ging es in Richtung Lubec.

Lubec war aber nur die grobe Richtung unseres nächsten Zieles. Zuerst steuerten wir das West Quoddy Head Lighthouse an. Der Leuchtturm markiert den Easternmost Point of the USA, also den östlichsten Punkt der USA. Damit war ich nun neben dem südlichsten Punkt (Key West), auch am östlichsten Punkt der USA.

Campobello Island war unser nächstes Ziel, dafür mussten wir nach Kanada einreisen, was allerdings problemlos funktionierte. Da Campobello nur einen Zugang zum Festland hat und der über die USA führt, ist es hier Normalität mehrfach pro Tag das Land und auch die Zeitzone zu wechseln. Die Insel liegt nämlich in der Zeitzone Atlantic Standard und damit nur fünf Stunden hinter Deutschland. Wir fuhren zuerst zum Visitor Center des Roosevelt Campobello International Parks, um dann die Insel zu erkunden. Zuerst ging es zur Head Harbour Lightstation, welche auf einer eigenen kleinen Insel steht. Die Insel kann man nur bei Niedrigwasser erreichen, also gerade nicht.

Bevor wir zurück in die USA fuhren, suchten wir noch das Mulholland Point Lighthouse auf, welches direkt auf der anderen Seite der Bucht von Lubec liegt. Man steht also in Kanada und schaut in die USA. Wirklich eine witzige Sache. Andersrum leuchtet der Kanadische Leuchtturm den Amerikanern den Weg.

Lubec hat mir sehr gefallen, wir waren zum Essen im Restaurant, welches zum Hotel gehört und es gab dort Lobster. Später gingen wir noch in die Örtliche Bar wo ich ein „First Light of the Day“ Bier hatte, da auf Lubec die ersten Sonnenstrahlen in den USA treffen. Die kleine Stadt mit nicht einmal 1000 Einwohnern hat keine eigene Polizei wurde uns erzählt und im Winter ist es hier äußerst unangenehm. Vor allem der Wind ist das Problem, nicht unbedingt die Schneemengen. Wir haben auch ein Schild gesehen: Lubec, wo Amerika beginnt.

Distanz: 189 Meilen (304 Kilometer)