2010 – Westküste II – 1. Tag

München – Los Angeles

Mittwoch 12. Mai 2010

Obwohl meine Begleitung und ich erst gegen Mittag zum Flughafen aufbrachen, war meine Nacht schon vor 7 Uhr zu Ende. Es war nicht nur die positive Vorfreude auf den Urlaub die mir den Schlaf raubte, es war auch eine gewisse Verunsicherung. Mitte April hatte der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr für mehrere Tage komplett zum Erliegen gebracht. Auch am Vortag gab es erneut Sperrungen des Luftraums über Spanien und dementsprechend unruhig war meine Nacht.

Abflugtafel am Flughafen MUC

Gegen halb ein Uhr wurden wir von unserem Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Etwa eine Stunde später trafen wir dort auf das dritte Mitglied unserer Reisegruppe. Nachdem wir unsere Koffer aufgegeben hatten, genehmigten wir uns noch einen Schweinebraten und ein Bier im Airbräu. Wir folgten der Aufforderung, dass sich Reisende in die USA mindestens eine Stunde vor Abflug auf den Weg zum Gate machen sollten und brachen dementsprechend rechtzeitig auf. Nach der Sicherheitskontrolle, bei der ich meinen kompletten Fotorucksack auspacken musste, ging es zur Passkontrolle. Nachdem wir auch die zweite Sicherheitskontrolle, sowie die Prüfung der US-Einreisegenehmigung hinter uns hatten, erreichten wir das Gate trotzdem keine fünf Minuten vor Boarding.

Bereits bei der Buchung hatten wir uns Plätze im Heck des Airbus A-430-600 ausgesucht. Dies war, wie sich herausstellte, eine super Wahl. Da sich nur die Küche und eine Toilette dort befanden, hatten wir unsere Ruhe. Leider konnte ich während des gesamten Fluges nicht schlafen und musste so mit dem Unterhaltungsprogramm vorlieb nehmen.

LH 452

Aufgrund günstiger Winde landeten wir bereits um 18:20 Uhr Ortszeit in Los Angeles. Der zeitliche Gewinn brachte uns leider nichts, da uns die Behörden noch keine Erlaubnis zum Aussteigen gaben. So mussten wir noch einige Zeit im Flugzeug warten, ehe wir zur Immigration durften. Insgesamt dauerte das Prozedere inklusive Zoll, bei dem uns eine fast 200 Meter lange Schlange erwartete, annähernd eine Stunde.

Nachdem wir endlich amerikanischen Boden unter den Füßen hatten, suchten wir die Rote Zone, wo wir unser Hotel-Shuttle erwarteten. Leider dauerte es über eine Stunde, sowie zwei Anrufe, bis wir endlich abgeholt wurden. Die Wartezeit verbrachten wir größtenteils mit bestaunen der verrückten Fahrzeuge und Menschen. Auch wenn wir warten mussten, ist der Service der Hotels etwas tolles. Die paar Dollar Trinkgeld für den Fahrer, der einem die auch noch die Koffer in den Bus hebt, sind gut investiert.

Da wir das Warten schon gewohnt waren, machte es uns nichts aus auch im Hotel dies noch etwas zu tun. Ich tauschte derweil mit einem älteren Ehepaar Reisepläne aus. Das Hotel wies uns schließlich Zimmer 310 im zweiten Stockwerk zu. In den USA zählt man bereits das Erdgeschoss als Stockwerk, was bei uns erst einmal für etwas Verwirrung sorgte.

Wir waren noch etwas hungrig und machten uns daher noch einmal auf den Weg. An einer Tankstelle, wenige Meter vom Hotel entfernt, versorgten wir uns mit dem Notwendigsten. Nachdem wir uns gestärkt hatten und auch das erste Budweiser-Bier getrunken war, machten wir gegen 23 Uhr Ortszeit das Licht aus.

2010 Westküste II – Übersicht | nächster Tag ->

You may also like...