2010 – Westküste II – 5. Tag

Monument Valley – Capitol Reef National Park – Escalante

Sonntag 16. Mai 2010

Wir schafften es gerade so um 6 Uhr aus den Federn zu kommen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Dieser war dann aber aller Mühen wert. Was für ein tolles Schauspiel in dieser atemberaubenden Kulisse. Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten und auch etwas im Magen hatten, verließen wir das Monument Valley in Richtung Norden.

Hinter Mexican Hat verließen wir die US-163, um auf der UT-261 weiter zu fahren. Kurz danach steuerten wir als ersten Stopp den Goosenecks State Park an. Der San Juan River hat hier einige Schleifen geschlagen und sich dementsprechend nach unten gegraben. Mit einem Horseshoe Bend ist es allerdings nicht zu vergleichen, für einen kurzen Stopp, kann man aber allemal anhalten.

Auf der UT-261 fuhren wir dann weiter in Richtung Nordwesten um kurz darauf auf eine Steilwand zuzufahren. Als wir noch darüber philosophierten, wo denn die Straße langführt, sahen wir schon die Serpentinen. Auf einmal machte auch die Meldung meines Navigationsgeräts Sinn. Dieses hatte uns bei der Auswahl der Route gewarnt, dass es hier eine ungepflasterte Straße gibt. Also ging es vorsichtig, über die in den USA so genannte „Gravel Road“, nach oben. Der Ausblick entschädigte allerdings für den holprigen Weg nach oben.

Mittlerweile auf der UT-95 nach Norden fahrend, machten wir an der Hite Crossing Bridge, welche über den Colorado River führt, den nächsten Halt. Praktischerweise gibt es in den USA fast an jeder Ecke Aussichtspunkte, damit man die wunderschönen Landschaften genießen kann.

Bei Hanksville ging es dann von der UT-95 auf den berühmten Utah Highway 12, eine der bekannten Panoramastraßen des Bundesstaates. Die schlängelt sich dann auch durch bizarre und unwirkliche Landschaften, bei denen man meinen könnte, man wäre auf dem Mond. Kurze Zeit später begrüßen einen die steilen roten Felswände des Captiol Reef National Park.

Der Park selbst wird von vielen Menschen kaum wahrgenommen, da man einfach hindurch fahren kann. Wir fuhren in den Park hinein, wurden aber vom Scenic Drive etwas enttäuscht. Der Park selbst ist wohl eher etwas für Wanderer, darauf hatten wir aber keine Lust und fuhren deshalb nach kurzer Zeit zurück zum Besucherzentrum und dann weiter auf der UT-12.

Da es erst früher Nachmittag war, suchten wir noch nicht nach einem Motel, sondern tankten in Torrey und fuhren im Anschluss auf der UT-12 weiter nach Süden. Die Panoramastraße wird bis Escalante noch einmal richtig spektakulär. Zuerst führt sie durch den wunderschönen Dixie National Forest, welcher in Teilen auch ein Birkenwald ist und dann fällt das Gelände links und rechts der Straße mehrere hundert Meter hinab. Im kleinen Städtchen Escalante buchten wir uns dann für 77,42 $ ein Zimmer im Prospector Inn.

Distanz: 291 Meilen (466 km)

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